Berufspolitik

Die eidgenössische Berufsanerkennung

in Form der Höheren Fachprüfung KomplementärTherapie ist das Ziel des HEBV-CH für seine Mitglieder.

Der vom HEBV-CH dafür eingeschlagene Weg:

Im Herbst 2007 stellte der HEBV-CH den Antrag auf Mitgliedschaft im Dachverband Xund.
Dieser erarbeitet gemeinsam mit der dafür ins Leben gerufenen Organisationen der Arbeitswelt KomplementärTherapie (OdA KTTC) und dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) das neue Berufsbild KomplementärTherapie.
Seit Januar 2008 ist der HEBV-CH aktives Mitglied beim DvXund.
Im Februar 2009 wurde die Heileurythmie als Methode innerhalb des Dachverband Xund durch die Methodenindentifikation definitiv anerkannt .

Volksabstimmung „Ja zur Komplementärmedizin“

Am 17. Mai 2009 hat das Schweizer Volk im Rahmen der Initiative „Zukunft mit Komplementärmedizin“ mit 67% der Wählerstimmen quer durch alle Kantone der Vorlage zugestimmt, die Komplementärmedizin künftig in der Schweizer Bundesverfassung zu verankern.
Durch dieses Abstimmungsergebnis wurde der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) verhängte Verhandlungs-Stopp zwischen der OdA KTTC und dem BBT aufgehoben.

Entwicklung der Verhandlungen zum Berufsbildungsprozess KomplementärTherapie

Das BBT verlangte nun von der OdA KTTC und der OdA AM (Alternativmedizin) das Berufsfeld Komplementärmedizin nochmals und grundsätzlich zu analysieren. Daraus entstand das „Projektes Berufsfeldanalyse“, welches zusammen mit der OdA Alternativmedizin entwickelt wurde, Die Abgrenzung der beiden Berufsbilder und der Bedarfsnachweis für nichtärztliche Komplementärtherapie und Alternativmedizin wurde im März 2011 abgeschlossen.
Das Berufsbild KomplementärTherapie war April und Mai 2011 in der internen und geht im August 2011 in die öffentliche Vernehmlassung. Für beide Projekte erhält die OdA KTTC Bundesgelder.
Die Prüfungsordnung KomplementärTherapie sowie deren Wegleitung sind in Ausarbeitung.
Im Herbst 2013 wird die erste Höhere Fachprüfung für KomplementärTherapie stattfinden können.

Stufen zur eidgenössischen Berufsanerkennung

Das gesamtschweizerische Branchendiplom KomplementärTherapie KTTC – Passerelle KTTC

Dieses Prüfungsverfahren wurde vom Dachverband Xund zusammen mit der OdA KTTC und dem BBT ausgearbeitet. Es gibt Therapeutinnen und Therapeuten der KomplementärTherapie die Möglichkeit, ihre Handlungskompetenz formal, in einer für die ganze Branche der KT gültigen, einheitlichen Form eines Dossiers zu erläutern und nachzuweisen.
Dieses Diplom stellt für bereits tätige Mitglieder des HEBV-CH, deren Heileurythmie-Ausbildung noch nicht nach den neuen Kriterien modularisiert war, eine der möglichen Zulassungs-berechtigungen für die Höhere Fachprüfung KomplementärTherapie dar.

Zusammenarbeit mit den Ausbildungsstätten

Die OdA KTTC hat die modularisierte Berufsausbildung in KomplementärTherapie als künftiges Ausbildungskonzept verabschiedet. Dieses ermöglicht den künftigen Absolventen einer komplementärtherapeutischen Fachrichtung den direkten Zugang zur Höheren Fachprüfung.
Weiter wird mit den Schulenverbänden ein Überprüfungsverfahren zur Zertifizierung von Schulen und Ausbildungsmodulen erarbeitet.

Die Höhere Fachprüfung KomplementärTherapie

bewegt sich in der Bildungslandschaft der Schweiz im Bereich der Tertiärstufe. Sie entspricht dem Niveau einer Meisterprüfung und stellt damit eine Kaderqualifizierung dar.
Mit Bestehen dieser Prüfung hat sich die einzelne Heileurythmistin das Recht erworben, den Titel „eidgenössisch diplomierte KomplementärTherapeutin KTTC“ zu tragen und ist damit im Besitz einer in der ganzen Schweiz gültige berufliche Qualifikation.

Qualitätssicherung gegenüber den Leistungserbringern

Die OdA KTTC steht in wiederkehrenden Verhandlungen mit den Krankenkassen und deren Kontrollinstanzen EMR und ASCA. Ziel ist, dass bereits das Schweizerische Branchendiplom KomplementärTherapie als Qualifikationsnachweis anerkannt wird.
Weitere Informationen sowie Kursangebote finden Sie unter
www.xund.ch
www.komplementaer.org

Übergreifende nationale Einbindung in den Kontext der Komplementärmedizin

Über den Dachverband Xund ist der HEBV-CH auch im Dakomed, dem Schweizer Dachverband für Komplementärmedizin, vertreten. Dieser Verband umfasst einen Zusammenschluss von Ärzte- und Therapeuten-Organisationen, Spitäler, Schulen, Gesundheitsorganisationen, den Schweizer Drogistenverband und den Heilmittelherstellerverband SVKH. Dakomed ist im Dezember 2009 nach der Abstimmung „Ja zur Komplementärmedizin“ mit dem Ziel gegründet worden, die damaligen Kernforderungen umzusetzen und die dafür notwendige Lobbyarbeit zu leisten.
Mehr Information diesbezüglich finden Sie unter www.dakomed.ch

Qualitätssicherung des HEBV-CH

  • Stärkung der Methodenkompetenz durch Zusammenarbeit mit entsprechenden Weiterbildungsanbietern auf nationaler und internationaler Ebene sowie
  • Förderung von Fortbildungsangeboten zur Ausdifferenzierung der Kompetenzen entsprechend den Bedürfnissen innerhalb der einzelnen Praxisfelder.
  • Fortlaufende Entwicklung und Überprüfung von Qualitätsstandards, z.B. durch Einführung einer verbandseigenen Weiterbildungskontrolle seit Herbst 2010.
  • Stärkung der methodenübergreifenden Kompetenzen durch das Weiterbildungs-Angebot des Dachverbandes Xund

 

Für diese Ziele pflegen wir die Zusammenarbeit mit

  • der Heileurythmie-Ausbildung
  • dem VAOAS (Verband anthroposophsich orientierter Ärzte in der Schweiz). Die Anthroposophische Medizin ist eine der fünf anerkannten Richtungen der Komplementärmedizin
  • dem Netzwerk / Forum Heileurythmie als Vertretungsorgan der Heileurythmie innerhalb der international ausgerichteten Medizinischen Sektion am Goetheanum
  • dem Dachverband Xund und der OdA KTTC
  • den übergreifenden Qualitätssicherungsorganen der Krankenkassen. EMR, ASCA.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2011